Das dröhnende Schweigen des Eigentümers spricht Bände. (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 25.01.2024, 01:54 (vor 801 Tagen) @ JeDi

Es spricht zuallerst dafür, dass er sich an das hält, was man als "Tarifautonomie" bezeichnet. Und wenn er es doch täte, und es käme raus, und es kommt garantiert raus, weil es mindestens einen im Dunstkreis des Eigentümers gibt, der quatscht, dann wärest Du doch einer der Ersten, die hier herumtrompeten und eine ganze Batterie von Fässern aufmachen würde, daß sich der Eigentümer an der Tarifautonomie vergeht.

Moment mal: Tarifautonomie sagt doch sinngemäß nur, dass sich der Staat nicht in Tarifkonflikte einmischt. In diesem Fall ist der Staat aber gleichzeitig Unternehmer - oder hältst du Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst auch für einen Eingriff in die Tarifautonomie?

Der Bundesdienst wird auf der Arbeitgeberseite durch den Bundesminister des Innern vertreten.
Mischt sich nun im Laufe der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Bundesarbeitsminister oder andere Bundesminister inhaltlich in die Verhandlungen ein, so handelt es sich um einen Bruch der Tarifautonomie.

Hier bei der Bahn sitzt weder ein Bundesminister noch Vertreter auf der einen Seite der Tarifpartner.

..mal ganz abgesehen davon, dass Bundesminister Wissing sich bereits geäußert hatte als Blaschke diesen Beitrag hier hinterlassen hatte,
er mischte sich dabei nicht in die inhaltlichen Tarifverhandlungen ein, er wahrte die Tarifautonomie.

original mit entsprechenden Video des moma,
https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/gdl-bahn-streik-lokfuehrer-100.html


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